Vicco Görnig

Sachkundige*r Bürger*in 

"Geprägt von den Mitte bis Ende 2010er Jahren verstehe ich Zusammenhalt als wichtigstes Gut unserer Demokratie. Deshalb engagiere ich mich für ein Revival der Willkommenskultur und der Toleranz in der Gesellschaft, denn nur gemeinsam kann man den Herausforderungen dieser Zeit entgegentreten."

 

Meine Ideen für Kreuztal (Ausschnitt Kandidatur in der FES): 
 

Müllentsorgung: 
Die Erler-Siedlung wird häufig auf ihr Müllproblem reduziert und damit stigmatisiert. Oft hört man die Geschichten von zwielichtigen Gestalten, die Ihren Hausrat übers Fenster entsorgen und damit ihre Mitmenschen gefährden. 
Illegale Entsorgung von Abfall ist  ernst zu nehmen und Verantwortliche müssen selbstverständlich zur Rechenschaft gezogen werden, besonders wenn Sie damit die Gesundheit von anderen Mitbürgern aufs Spiel setzen. Der Fokus auf diese wenigen aber auffälligen Personen überschattet durch die öffentliche Empörung jedoch ein viel größeres Problem. 
Für die Bürger der Hoch- und Reihenhäuser fehlen eben ausreichend Müllentsorgungsstellen. Oft sind die schon vorhandenen Container bis über den Rand gefüllt und mit weiterem Müll zugestellt. Die Errichtung von weiteren Müllentsorgungsanlagenmuss daher dringend auf den Weg gebracht werden. 
Der Bau dieser Anlagen stellt jedoch nur eine längerfristige Lösung dar. Genau hier will ich mit meiner Idee ansetzen:
Demnach müsste die Stadt in der kommenden Legislatur die Gründung eines Müllsammelvereins finanziell und aktiv unterstützen. Der Schwerpunkt liegt dabei natürlich nicht zentral auf der Erlersiedlung allerdings würde diese besonders davon profitieren. 
Neben den offensichtlichen Punkten wie eine intaktere Umwelt ist ein wichtiger Aspekt das Zeichen, das das Projekt setzten soll: Das Engagement der freiwilligen Helfer kann das negative Bild der FES verbessern und ihr Ansehen stärken.
Durch den zunehmenden Wegfall des Stigma hilft der Verein zur Inklusion in Kreuztal bei und stärkt das Miteinander. 
Bei Festen, wie dem Stadtteilfest kann der Verein  durch eigene Stände zur Bildung über Umweltschutz beitragen und einen umweltfreundlichen Umgang mit der Natur fördern. 
Die durch einen Müllsammelverein entstehenden Vorteile für die FES werden durch eine starke Beteiligung von Anwohnern zusätzlich verstärkt. 
Ein Müllsammelverein könnte eine kurzfristige und kostengünstige Lösung für das Müllproblem in unserer Stadt sein. 

Das Kulturzentrum neu denken - Inklusion leben: 
Eine wichtiger Schritt zur Förderung  von Inklusion in unserer kleinen Stadt könnte durch das geplante "Kulturzentrum" realisiert werden. 
Bereits bei der Programmgestaltung künftiger Kulturveranstaltungen sollte darauf geachtet werden, dass ein breiteres Publikum angesprochen wird - wie es zum Beispiel beim Auftritt von Abdelkarim vor einigen Jahren erfolgreich gelungen ist.. Ebenfalls muss die Stadt verstärkt auf die Veranstaltungen des Senioren- und des Integrationsbeirates aufmerksam machen und werben.
Sollte der Wiederaufbau des abgebrannten Bürgerforums wie geplant bis etwa 2030 abgeschlossen sein, bietet sich dort die Chance, Kultur aktiv als Mittel zur Inklusion zu nutzen.
Konkreter können die, an den großen Veranstaltungssaal grenzenden, Schulklassen für Bildungsangebote des Stadtteilbüros genutzt werden . So können Anwohner der FES ,welche diese Angebote in Anspruch nehmen, schneller auf weitere Angebote stoßen. Niederschwellig wird den Betroffenen ein Gefühl der Zugehörigkeit vermittelt. Die Stadthalle wird so zum zentralem Treff- und Lebensmittelpunkt der Stadt. 
Die Abgrenzung von Alt- und Neubau ermöglicht es einen kleinen Teil des Schulgebäudes für die Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. 
Der Effekt wirkt selbstverständlich auch anders rum: Durch Kulturangebote kann auch auf weitere Vereinstätigkeiten, wie Jugendtreffs oder den eben besprochenen Müllsammelverein,  aufmerksam gemacht werden. 
Auch wenn der Bau erst in der übernächsten Wahlperiode fertiggestellt wird, sollte man sich schon im Voraus um ein angemessenes System und genug Angebote bemühen. 

Aufwertung der Blumenwege und des Trampelpfades zum Robinsonspielplatz:
Die vorangegangenen Maßnahmen betreffen besonders Bürger um den Eggersten Ring herum, doch auch der Kern innerhalb des Eggersten Ring sollte durch eine Restaurierung der Blumenwege profitieren. Ebenfalls sollte der Trampelpfad runter zum Robinson Spielplatz erneuert und damit auch Wetterbeständig gemacht werden.

Grillplätze schaffen: 
Die Schaffung öffentlicher Begegnungsorte ist eine der Kernforderungen für ein soziales und buntes Kreuztal. Ein solcher Ort kann in Form eines öffentlichen Grillplatzes am Robinsonspielplatz leicht, schnell und kostengünstig entstehen.
Ein gelungenes Vorbild liefert die Stadt Siegen: Bereits Anfang des Jahres wurde am Bertramsplatz ein öffentlicher Grillplatz eingerichtet. Man muss das Rad also nicht unbedingt neu erfinden. Am Rande des Platzes wurden Schilder mit Verhaltensregeln, die die Nachtruhe oder der Abstand zu Bäumen hervorheben, installiert. Zusätzlich sorgt ein großer Mülleimer am Rand des Platzes für eine Entsorgungsstelle. 
Aktuell zeigt sich, dass Anwohner teilweise an ungeeigneten Orten grillen, damit andere belästigen und sich selbst, Mitmenschen und die Umwelt  gefährden. Die Installation sicherer Grillplätze dämmt diese Probleme ein. 

Steckbrief:

E-Mail: goernigb90gruene@gmail.com 
Alter: 19 
Beruf: Maler/in, Lackierer/in (in Ausbildung)