Am 8. November haben wir die Stopersteine im Kreuztaler Stadtgebiet geputzt. Sie erinnern an Kreuztlerinnen und Kreuztaler, die von Nazionalsozialisten verschleppt, gefoltert oder getötet wurden. Wer an den Geschichten hinter den im Gehweg eingelassenen Steinen interessiert ist, kann die Seite "Stolpersteine NRW" nutzen. Wir möchten an dieser Stelle die Geschichte von Johanna Rosenhelm erzählen, deren Stein in Eichen ist:
Johanna Rosenhelm, geboren am 9. Februar 1872 war die zweitjüngste von vier Töchtern des jüdischen Ehepaars Benjamin und Nettchen Rosenhelm. Nachdem ihre Eltern verstarben unterstützten ihre Schwestern sie bei der Eröffnung eines kleinen Textil- und Manufakturenladens der sich 25 Jahre lang erfolgreich hielt.
Nach der Reichsprogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 und dem Erlass der sogenannten „ersten Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem Wirtschaftsleben“ vom 12. November war Rosenhelm allerdings dazu gezwungen ihren Laden an einen NSDAP-Nahen Krombacher zu verkaufen. Daraufhin floh sie zu ihrer Schwester Rosalie nach Amsterdam.
Doch auch dort waren Johanna, Rosalie und ihre Schwester Bertha nicht sicher. 1940 marschierte die Wehrmacht in die Niederlande ein. Im Zuge der Besatzung wurden die drei Frauen verhaftet und nach 3 Jahren Gefangenschaft am 20. Juli 1943 in das Vernichtungslager Sobibor deportiert wo man sie in den Gaskammern ermordete.
Dieses Jahr jährt sich die Pogromnacht zum 87. Mal.
In jener Nacht verwüsteten die Nazis deutschlandweit Synagogen, steckten diese in Brand, schändeten Friedhöfe und verwüsteten jüdische Geschäfte und Wohnungen.
Aus diesem Anlass wollen wir ein Zeichen setzen. Die Gräueltaten der Nationalsozialisten und das Schicksal ihrer Opfer dürfen unter keinen Umständen vergessen werden. Hass, Antisemitismus und Ausgrenzung haben keinen Platz in unserer Gesellschaft.
Denen die an der Erinnerungskultur unseres Landes zweifeln sei gesagt:
Wir haben keine Schuld an dem, was damals geschah - aber es ist unser aller Pflicht die Geschichte zu waren und dafür zu sorgen, dass es nie wieder geschieht.
Als Symbol dieser Verantwortung haben wir heute alle Stolpersteine im Stadtgebiet gereinigt, damit ihre Nachricht weiterhin erhalten bleibt.
„Erinnern heißt handeln“ (Ruth Weiß)
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